Der Ramadan ist für viele Menschen weit mehr als ein Monat des Fastens – er ist eine Zeit der Besinnung, der Gemeinschaft und des Miteinanders. Im Young Teen Club im Karrillon-Haus hat der Stadtjugendring diesen Monat zum Anlass genommen, etwas Besonderes zu schaffen: Es wurde gemeinsam gekocht, gelacht und zusammen das Iftar-Mahl geteilt – den Moment, in dem das tägliche Fasten bei Sonnenuntergang gebrochen wird.

Da der Club mittwochs bis 19 Uhr geöffnet ist, bot sich dieser Tag ideal an: Wer fastete, konnte länger bleiben und das Abendessen in der bekannt herzlichen Gemeinschaft verbringen. Wer nicht fastete, war ebenfalls herzlich willkommen – sei es als Koch, Helfer oder einfach als freudiger Tischgenosse. Diese Offenheit war von Anfang an die Botschaft des Treffens.
Beim gemeinsamen Kochen fanden sich 15 Personen zusammen – eine bunte Runde der jungen Besuchenden des Young Teen Clubs. Alles junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, die Neugier und Vorfreude auf einen gemeinsamen Abend verband. Auf dem Speiseplan standen bewährte Klassiker der europäischen Küche. Vor dem Essen stand das Kochen: Teig wurde geknetet, Soßen gerührt, Beläge kreativ kombiniert. Der Duft von frischer Basilikum-Tomatensauce mischte sich mit dem Geruch von gebackenem Teig. Für jene, die fasteten, war die Wartezeit bis zum Sonnenuntergang durch das gemeinsame Kochen mit Inhalt gefüllt.  
Dann gab es selbstgemachte Falafel – knusprig außen, zart und würzig innen. Kichererbsen wurden verarbeitet, Kräuter gehackt, Gewürze abgewogen, Bällchen geformt und in der Pfanne goldbraun gebraten. Den süßen Abschluss bildeten reife Datteln, die oftmals zum traditionellen Fastenbrechen gereicht werden.  Was diesen Abend so besonders machte, betont die Mitarbeiterin Sigi Groß, war nicht allein das Essen. Es war die für die Weinheimer Jugendarbeit eine typische Haltung: Alle waren willkommen, niemand wurde ausgeschlossen.
 

(Erstellt am 11. März 2026) Quelle:

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